Samstag, 31. Januar 2009

Kein Wille Triumphiert



Berlin steht Kopf und präsentiert die Berlin Fashion Week. Da wird jeder angesteckt und ich blicke wehmütig in Richtung Berlin. Tja, wenn einem der Körper einen Streich spielt, da hilft auch Fashion Week nichts.
Grund genug sich in diesem Eintrag mal ein bisschen der Mode zu widmen: Miriam Schaaf ist Modedesign an der AMD studiert und ist unter anderem bei der diesjährigen Becks Fashion Experience Modenschau dabei. Bei einem Blick auf ihre Kollektion "Kein Wille Triumphiert" muss ich sagen, der Look begeistert mich. Vor allem diese goldenen Schuhe. Einfach wunderbar. Auch das zur Kollektion entstandene Video, das Miriam Schaaf und Tobias Knipf da gemacht haben, mit einem mir sehr bekannten Gesicht aus der Münchner Zeit, finde ich großartig. Das ganze dann noch mit Tocotronic unterlegt, da wird man doch ein wenig wehmütig ob der guten alten Zeiten.

Freitag, 30. Januar 2009

In My Bed


Hier eine kleine Ausstellungsempfehlung meinerseits: "In My Bed" beinhaltet Photographien von Laura Anne Honse in der Gallery Atomic Salon in Hamburg. Allerdings erst von 01.05.09 bis 31.08.09 also genug Zeit um eine kleine Reise nach Hamburg zu planen. Ich bin so begeistert von ihren Bildern, dass ich nicht warten konnte euch diese Bilder zu zeigen und die findet ihr hier.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Raumarbeit

Carla Mercedes Hihn; Photos: Jonas Liepmann

Da versucht man sich vor der Arbeit zu drücken und streift ein bisschen durchs Internet, klickt mal da, mal dort und plötzlich tut man unbemerkt doch seine Arbeit. Inspiration ist einfach das Allerbeste! 

Sonntag, 25. Januar 2009

Beuys Noise: Sonne statt Raegan



Zuerst gesehen bei Kuttner's Videoschnipsel-Abend in der berliner Volksbühne, ist mir dieses grandiose Video heute wieder in die Hände gefallen. Man beachte besonders Beuys galanten finalen mikrofonalen Lasso-Schwung.

Samstag, 24. Januar 2009

Und wie schläfst du so?


Seid zwei Tagen hüte ich streng das Bett. Die Wintergrippe hat auch bei mir schließlich zugeschlagen. Grund genug also sich mal nach schönen Schlafzimmern umzusehen. 

Dienstag, 20. Januar 2009

Les choses und Motto Berlin


"Wenn sie eine große Wohnung haben könnten, die mit geschmackvollen, klassisch schönen Möbeln eingerichtet wäre; wenn sie genügend Geld hätten, sich die Dinge leisten zu können, die jetzt unerreichbar sind; wenn sie nicht dauernd nach allem streben müssten, was doch notwendig ist, dann, ja dann, würden sie endlich glücklich sein." Georges Perec schreibt in seinem Roman "les choses" über Konsum und das Streben nach dem Reichtum. Das Junge Paar, Jérôme und Sylvie, träumt von den Dingen, die das Leben schmücken: Schönem, klassischem Mobiliar, teurer Kleidung und der Freiheit alles zu tun wonach einem ist. 
Geschrieben in den 60er Jahren ist es doch in die heutige Zeit zu übersetzen. Unfassbar wie es dem Autor gelingt trotz genauester Beschreibungen der kleinsten Details, sei es der Möbel, der Lebensumstände oder der Beziehung des Paares miteinander und mit anderen, die Aktualität nicht zu verlieren. 
Ich bin gefesselt und kann es nicht glauben, wie es jemand schafft durch Worte ein gesamtes Lebensgefühl zu vermitteln. 
Passend zu diesem Gefühl kam mir dieser Laden unter die Finger. Er widmet sich dem Verkauf von Magazinen, Büchern und selbst publizierten Print-Sachen. Ich musste sofort an mein Buch denken. Genauso wie dieser Laden, stelle ich mir die Läden vor, vor denen Gérôme und Sylvie andächtig stehen, sich nach dem sehnen, was Innen wunderschön drapiert ist. Der Laden vermittelt für mich dieses Gefühl, das George Perec durch sein Buch hervorruft.
Ich werde in jedem Fall Motto Berlin bald einen Besuch abstatten und überprüfen ob dieses Gefühl bestehen bleibt. 
Ihr findet den Laden in der Skalitzerstr. 68 und hier den Internet-Auftritt und das Sortiment von Motto Berlin.

Die Welt ad absurdum


Neben großflächigen Malereien, die an Anselm Kiefer und irgendwie auch  Francis Bacons "Papst Innocenz X" erinnern, sind diese kleinen Collagen von Michelle Jezierski in der Galerie Gerken ausgestellt. Mir persönlich haben die großformatigen Bilder nicht so gefallen, die Collagen dafür umso mehr. Mir gefällt es, wie sie die Welt ad absurdum führen. Studiert an der UdK bei Tony Cragg hat Michelle Jezierski schon in New York, Singapur und Berlin ausgestellt. Bei der Ausstellungseröffnung am vergangenen Freitag waren neben der Künstlerin selbst, den Galeristen und Freunden auch das typische "Galerie-Publikum" vertreten. Hochgestylte junge Mädchen, über ältere Herren, mit einem durchaus tiefen Blick ins Weinglas, bis hin zu Auftritten vermeintlich großer Charaktere. Indizien dafür in jedem Falle eine große wallend-rote Mähne. 

Die netten kleinen Collagen sind noch bis 13. Februar in der Galerie Gerken, Auguststr. 49 in Berlin zu sehen. 

Montag, 19. Januar 2009

Political/Minimal


Noch bis zum 25. Januar kann man im KW Berlin die Ausstellung Political/Minimal besuchen. Ich habe mir die Ausstellung angesehen und mich gefragt, ob diese künstliche Zusammenführung von Minimalart und einem politischen Aspekt funktioniert. Meist sehr konstruiert und erst beim nachlesen nachvollziehbar, wirkt die Zusammensetzung zwischen minimal und politisch seltsam addaptiert. 
Ich bin noch unentschlossen, ob es dem Kurator Klaus Biesenbach, der für seine politischen Ausstellungen bekannt ist, gelungen ist, zwei nicht zusammenhängende Richtungen unter einen Hut zu bringen  und gleichzeitig beiden gerecht zu werden. Soviel jedenfalls weiss ich, die Frage lässt mich seid Donnerstag nicht mehr los. 

Freitag, 16. Januar 2009

the island of the whitest boy alive


Die frohe Botschaft, dass das neue Album von the whitest boy alive nicht mehr lange auf sich warten lässt, habe ich heute morgen bei knicken lesen dürfen. Ich bin überglücklich und mein musik-anbetendes Herz überschlägt sich.
Einen kleinen Vorgeschmack gibt es bereits und steht zum freien Download bereit. Ich finds mal wieder großartig.

Donnerstag, 15. Januar 2009

GARANCE DORÉ meets A CUP OF JO


Durch ein Interview mit Garance Doré bin ich auf die New Yorkerin Joanna aufmerksam geworden. Sie befragte Garance über die franösische "art de vivre" und wie man sich frazösischer kleiden könnte. Das Interview der Beiden ist sehr unterhaltsam und aufschlussreich. Hier entlang bitte zu "La femme francaise".

Bei einem Blick auf Joannas Blog "A CUP OF JO", sind mir mehrere schöne Bilder in die Hände gefallen. Vor allem die Bilder der Einrichtungs-Inspiration, die sie zusammengestellt hat haben es mir angetan. So lässt es sich leben, wie ich finde. 

Mittwoch, 14. Januar 2009

Richard Avedon im Gropius-Bau

Fotografien 1946 - 2004

Nicht verpassen solltet ihr in dieser Woche dem Martin-Gropius-Bau in Berlin noch einen flinken Besuch abzustatten, um euch die Bilder von Richard Avedon anzusehen. Noch bis zum 19. Januar ist das Lebenswerk des Modefotografen zu sehen. Es ist ein absoluter Höhepunkt unter den aktuellen Ausstellungen in Berlin. Zu sehen gibt es einen Querschnitt seiner Fotografien. Von den früheren Aufnahmen der Pariser 50er Jahre, die er für die Vogue gemacht hat, über Bilder von Celebrities, wie den Beatles, Andy Warhols Company, bekannten Schriftstellern, Schauspielern, Sängern bis hin zu Ölarbeitern. Wie kein anderer schaffte es Richard Avedon Menschen in ihrem Wesen zu erkennen und das auch einzufangen. Ich war hin und weg von diesen schwarz/weiss Bildern, die so überhaupt nicht schwarz/weiss sind. 

1. Andy Warhol und Mitglieder der Factory 1969   2. Richard Avedon, New York 2002   3. "The new look of Dior" Paris 1947   4. Homage to Munkacsi, Paris 1957   5. Veruschka, New York 1967

Akademie im Januar


Oft übersieht man die Dinge, die einem so nah sind am leichtesten.

Beautiful Kate


Nachdem ich diese Bilder von Kate Winslet gesehen habe, hat sich meine Bild von ihr um 180° gewendet. Wunderschön, erotisch und anmutend ist sie auf diesen Bildern, die ich in der Dezember-Ausgabe der Vanity Fair entdeckte. Ich wusste nicht, dass sie so schön sein kann...
Nachdem sie nun auch noch den Bann gebrochen hat und bei den Golden Globes abgeräumt hat,  bin ich gespannt auf ihre Filme "der Vorleser" von Schlink und "Zeiten des Aufruhrs". 

Noch eine wichtige Ergänzung, die ich zu dieser späten Stunde vergessen habe zu erwähnen:
Die Fotos sind von keinem geringeren als dem Starfotografen Steve Meisel.

Sonntag, 11. Januar 2009

Ein glücklicher Zufall


Bei einem Besuch auf dem Münchner Weihnachtsmarkt in Schwabing entdeckte ich einen kleinen Stand mit wunderbaren Notizbüchern, Leporellos, Briefpapier und kleinen Papierschachteln. Alle mit wunderschönen Cyanographien* eingebunden. Petra Schneider, die diese Schreibwaren herstellt ist jedoch nicht wie erst gedacht Buchbinderin sondern Fotografin. 
Wie es der Zufall so will, kaufte ich einige Tage nach dem Ausflug zum Weihnachtsmarkt eine Postkarte von einer ihrer Fotografien ohne sie zuordnen zu können und ohne zu ahnen, dass ich der Künstlerin wenige Tage zuvor begegnet war.  Bei einem heutigen Besuch auf ihrer Webseite war ich entzückt nicht nur über diesen Zufall, sondern auch über diese wunderschönen Bilder! 

Zu sehen sind ihre Bilder vom 28.01. bis 27.02. im Rahmen des bayerischen Kunstförderpreises in der Galerie der Künstler, Maximilianstr. 42 in München.

*Wer wie ich dieses Wort bis dato nicht gehört hat: Es handelt sich um eine bestimmte Fototechnik bei der die belichteten Stellen nicht schwarz sondern Cyan werden. Besser kann ich es mir leider nicht erklären, bin aber dankbar für jede Belehrung!!!

Freitag, 9. Januar 2009

365


Nachdem ich noch gar nicht über das vergangene Jahr sinniert habe, möchte ich das hiermit nachholen. Zum Anlass nehme ich einen Kalender auf den ich eure Aufmerksamkeit auch einen Augenblick lenken möchte: 
Entdeckt bei Slanted ist dieses wunderbare, weiße Exemplar von einem Kalender bei do you read me? in limitierter Auflage zu erstehen.  
Ich bin kurz davor meinen niegelnagelneuen klassisch, schwarzen Taschen-Kalender in den ich gerade erst fein säuberlich alle Geburtstage, bevorstehende wichtige Termine und kleine Nebensächlichkeiten eingetragen habe, gegen dieses wunderbar unschuldig weiße Exemplar einzutauschen. 

Beim Umtragen eben genannter wichtiger Dinge in mein, mich stets begleitendes schwarzes Buch, ist mir klar geworden, dass das alte Jahr nun wirklich vorbei ist. An dessen Ende dann doch noch die Erkenntnis kam, dass man sich einfach nicht so viele Sorgen machen sollte. Es kommt sowieso immer anders als man denkt!
Soviel zu meinen kleinen Weisheiten, die mir manch einer wohl schon hätte früher mitteilen können, aber man muss seine Erfahrungen doch immer selbst machen!

 Also liebe Leserschaft auf ein gutes Jahr 2009!

Donnerstag, 8. Januar 2009

Grafische Räume


"Pixelgarten" so nennt sich das Büro in Frankfurt am Main, das dieses Buch zu verantworten hat. Zusammen mit Gerrit Terstiege von "Form" haben sie es zusammengestellt und herausgegeben. Erschienen beim Birkhäuser Verlag ist es in jeder Buchhandlung erhältlich.
Ich habe mir das Buch gleich geholt und bin begeistert. Eine schöne Zusammenstellung von Stilleben, Installationen und Typografie im Raum. Viele schöne Ideen, wobei ich eine ganz besonders hervorheben möchte. 

Florian Jenett "SAG ES KEINEM"

Die Zeiger der Uhren stehen nur in einem Moment so zueinander, dass sie den Satz "sag es keinem" ergeben. Da wünschte man, es wäre die eigene Idee gewesen. 
Insgesamt ist das Buch schön gestaltet und absolut inspirierend für die eigene kreative Arbeit. Also ab an den Schreibtisch und Kugelschreiber-Köpfe weiter kauen um irgendwann auch einmal solch schöne Ideen umzusetzen.