Montag, 14. Dezember 2009

The XX - Basic Space


Es ist sogar schon so weit, dass ich mich von ihren Melodien mit meinem Handy wecken lasse. Es grenzt an Fanatismus, aber die englischen Herrschaften von the XX sind einfach so großartig, dass man nicht genug bekommt. Die beiden großen Unbekannten begleiten meinen Pariser Alltag seit geraumer Zeit und ich komme nicht umhin sie auch hier vorzustellen. Für die die sie noch nicht kennen, wird es höchste Zeit und für die die sie schon kennen wohl einfach ein Vergnügen.

laissez faire

Sonntag, 13. Dezember 2009

Postkarten von Yanis Houssen

Photo: Yanis Houssen

Das vergangene Wochenende wurde meinerseits darauf verwendet, meine Weihnachtsgeschenke zu besorgen und in Paris umher zu flitzen und für jeden die passende Kleinigkeit ausfindig zu machen. Natürlich auch immer auf der Suche nach schönen Postkarten für die Alljährliche Weihnachtspost, die bei Verwandten, Freunden und Bekannten in die Briefkästen flattert, stiess ich im Marais auf den Fotografen Yanis Houssen, der seine Fotografien, auf wunderbares Papier gedruckt, als Postkarten verkauft. Mir persönlich hat es vor allem dieses Motiv angetan: Der sanfte und stille Moment eines flatternden Vorhang. Ich bin entzückt und werde mir dieses Weihnachten wohl auch selbst eine Karte in den Briefkasten stecken.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Die Natur in der Weihnachtskugel


Die große, alljährliche Frage ist doch, wie wird dieses Jahr die Wohnung in Weihnachtsstimmung versetzt ohne die ganze Wohnung in Lametta zu ertränken oder kitschige Weihnachtsdekoration zu vertreilen. Diese Christbaum-Kugeln von dem New-Yorker Laden Land-Rich sind meiner Meinung nach eine großartige Alternative für all diejenigen, die wie ich, dem Kitsch den Krieg erklärt haben und es ein wenig geschmackvoller mögen. Nicht zu viel Klimm-Bimm, sehr natürlich und wunderschön! Ich könnte mir vorstellen, diese Kugeln nicht nur an Weihnachten in meiner Wohnung zu platzieren.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Lamp-Art


Einen ganz neuen Blick auf unsere Natur bekommt man, wenn man die Fotografien von Rune Guneriussen ansieht. Er stellt Landart in einen ganz neuen Kontekt und kombiniert Natur mit Altagsgegenständen wie Lampen, Telefone oder Stühle. Es entsteht eine magische, unwirkliche Atmosphäre, die einem zugleich vollkommen vertraut ist.

der Stuhl in seiner Geometrie

via mood

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Mumford and Sons - Little Lion Man


Schon seit Tagen, schon fast Wochen wird dieses Video bei mir immer wieder geladen. Ich bekomme nicht genug von der Musik und auch nicht von der alten Bühnen-Bretter-Saloon-Atmosphäre. Und diese Stimme... Bevor ich noch weiter ins schwärmen gerate: Vorhang auf und Bühne frei für die großartigen Mumford and Sons und ihren Little Lion Man.

librairie


Immer wenn ich Bilder von Bücherregalen mit wunderbaren weiss-cremefarben Büchern gesehen habe, war ich begeistert. Als großer Fan von just white dachte ich mir, wieso sieht das bei mir zu hause nicht so aus? Aus dem ganz einfachen Grund, dass Bücher in Deutschland immer von bunten, mehr oder weniger schön illustrierten Covers geziert werden. Ich musste mich also damit abfinden wohl nie ein so wunderbares Foto meines Bücherregals machen zu können, wenn ich nicht nur Blankbooks besitzen wollte. Weit gefehlt. Hier in Paris musste ich feststellen, dass die Fotos der wunderbaren Bücherregale Realität sein können. Bei einem Besuch in einer Librairie stellte ich fest, dass die Franzosen nicht versuchen durch eine buntes Cover den Inhalt wieder gut zu machen, sondern durch einfaches weisses Cover mit dem Titel, das Buch ein Buch sein lassen. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, ob ich wirklich in Zukunft nur noch französische Bücher lesen möchte...

Dienstag, 1. Dezember 2009

alt-rosa


Ein bisschen französisch, ein bisschen alt-rosa, ein bisschen Prinzessinnen-Dasein, ein bisschen gemütlich und ein bisschen wie bei Marie-Antoinette.

White and Wood II

via Ideat

Da ist man extra nach Paris gekommen, um sich von dem französischen Stil und Leben inspirieren zu lassen und bekommt statt dessen vor allem Geschichten über deutsches und schwedisches Design zu hören. Auch das französische Interieur-Magazin IDEAT hält das nicht anders und hat die aktuelle Ausgabe dem skandinavischen Geschmack gewidmet. Auch wenn ich etwas enttäuscht bin, meine Blickrichtung gen Norden richten zu müssen, muss ich doch zugeben, dass die Schweden und ihr Sinn für unsere Wohnungen einfach immer wieder unglaublich schön ist.

Freitag, 27. November 2009

Dysfashional - Paris/Berlin

Marc Turlan Re-Use-I-Do, 2009

Ganz unter dem Motto "fashion meets art" haben bekannte Designer wie Maison Martin Margiella, Kenzo und Hussein Chalayan sich einmal nicht auf den Aspekt der Mode konzentriert, sondern auf den Aspekt der Kunst. In der Ausstellung Dysfashional treffen Designer & Künstler aus Berlin & Paris aufeinander und die Welten von Fashion & Kunst verschmelzen ineinander. Noch bis zum Sonntag ist die Ausstellung hier in Paris in der Passage de Désir zu sehen, bevor sie dann ab Juni dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin einen Besuch abstattet.
Mir persönlich hat es vor allem die Arbeit Re-Use-I-Do von Marc Turlan angetan, in der der Künstler Modemagazinen ein ganz neues Aussehen verpasst und durch Ketten, Einritzungen und Illustrationen aus den Magazinen großartige Collagen zaubert. Als schon immer großer Fan von Collagen, finde ich diese Exemplare ganz ausgesprochen gelungen.

Info

dysfashional - paris/berlin

paris:
30 okt 09 - 29 nov 09

berlin:
18 jun 10 - 18 jul 10

Donnerstag, 26. November 2009

Feels Like Home - Music & Reading - Hamburg


Gute Musik, gute Literatur und das alles für einen guten Zweck. Bei der Veranstaltung Feels Like Home wird all das verbunden. Am 05. Dezember geht Feels Like Home in die zweite Runde und gibt damit internationalen Singer-Songwritern abermals die Möglichkeit vor deutschem Publikum aufzutreten. Ausserdem lesen deutschsprachige Schriftsteller aus ihren aktuellen Texten und die Erlöse der Veranstaltung kommen einem Wohltätigen Zweck zugute.
Johannes und Dannie, die das Projekt Feels Like Home ins Leben gerufen haben, haben sich von ihrer New York Reise inspirieren lassen und die dort gesehen Musiker nach Hamburg eingeladen. Talentierteste Singer-Songwriter, die in den New-Yorker Bars zum Teil vor 4-5 Leuten spielen, wird somit eine ganz neue Plattform geboten und Hamburg kommt in den Genuss einer großartigen Veranstaltung.
Mit von der Partie am 05. Dezember sind Ari Hest aus NY, Chris Trapper aus Boston und Helgi Jonsson aus Reykjavik. Den literarischen Teil übernehmen Tom Liehr, sowie Roger Willemsen und Julia Stinshoff. Wer sich schonmal einen kleinen Eindruck machen möchte, findet hier einige Hörproben und Infos zu den Künstlern, sowie den Ticketverkauf.
Ich finde die Idee großartig nicht erst zu warten, bis Musiker in Amerika ein Bein auf die großen Böden der Bühnen bekommen, sondern selbst das Ruder in die Hand zu nehmen und uns somit die Möglichkeit zu verschaffen großartige Musik zu entdecken. Also wer sich das nicht entgehen lassen möchte, sollte am 05. Dezember in Hamburg sein.

Info

05 dez 09
20h im knust
hamburg

Mittwoch, 25. November 2009

JUST WHITE V

Herbst der Biennale


Zwar kein Kunstwerk der Biennale, aber doch ein wunderbarer Moment meines kleinen Ausflugs. Nie in diesem Herbst, habe ich die Farbe dieser Jahreszeit so intensiv wahrgenommen wie vor jenem Fenster. Wohl einer letzten Augenblicke in diesem Jahr wo sich die Welt noch in Farbe hüllt, bevor sie ihren Winterschlaf beginnt.

Montag, 23. November 2009

Biennale Lyon - Pedro Cabrita Reis - Les Dormeurs


L'Entrepôt Bichat: In der alten Fabrikhalle befand sich das Werk von Pedro Cabrita Reis Les Dormeurs (Die Schläfer), 2009. Der Künstler hatte in der gesamten Halle Neonröhren verteilt, die sich teilweise zu geometrischen Formen zusammensetzten.
Für mich war vor allem der Ort unglaublich beeindruckend, dem durch die Interaktion mit den Neonröhren ein wenig Leben eingehaucht wurde, ohne in ihn einzugreifen. Der Ort bekam etwas magisches. Ein Ort, an dem sich viele Jahre Leute eingefunden haben um zu arbeiten, war stillgelegt und erst durch die Arbeit eines Künstlers zu etwas Neuem geworden.


Für mich hat dieser Ort aber auch bewirkt, dass ich wieder Lust bekommen habe zu Fotografieren.

Biennale Lyon 2009

EINE BIENNALE - EIN TAG - VIER ORTE:

Für einen Tag habe ich mich auf den Weg gemacht, um mir die neueste Kunst zu Gemüte zu führen und mir eine Meinung zu bilden für das Kunst- und Stadtgeflüster. An vier verschiedenen Orten, an denen man Kunst nicht sofort erwarten würde, mal abgesehen vom Musée d'art contemporain, wurde die Biennale präsentiert: Eine alte Fabrikhalle "L'Entrepôt Bichat", die von dem Künstler Pedro Cabrita Reis "bespielt" wurde, bis zu einer leerstehenden Zucker-Fabrik "La Sucrière", die seid 2003 bereits Schauplatz der Biennale von Lyon ist.
Neben den wirklich interessanten Arbeiten, die ich im folgenden ein wenig vorstellen werde, war auch die Stadt Lyon ganz bezaubernd. Die Stadt, wo Rhône und Saône zusammenfliessen, ist vor allem durch die wunderschönen Ufer einzigartig und auch wenn ich nur einen Tag in der zweitgrößten Stadt Frankreichs verbracht habe, so war es doch ein sehr schöner Eindruck.
Damit noch nicht genu, neben guter Kunst konnte ich auch noch ein paar Sonnenstrahlen geniessen, die mich vollkommen vergessen liessen, dass es bereits November ist. Ein durch und durch wunderschöner Tag.

Donnerstag, 19. November 2009

Around the world in 14 Films


Das Babylon-Kino in Berlin-Mitte zeigt, was bisher nur auf den großen Filmfestspielen in Cannes, Locarno, Rotterdam, Toronto oder Venedig zu sehen war und dort diskutiert, gefeiert und ausgezeichnet wurde. Das Berliner Indipendent Filmfestival "Around the world in 14 films" stellt jährlich eine wunderbare Auswahl von eben diesen Filmen vor, die aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt stammen. Auch dieses Jahr kann man sich vom 27 Nov 09 - 05 Dez 09 auf diese großartige Filmreise begeben und die Gelegenheit wahrnehmen, das zu sehen, was man sonst nur mühsam zu Gesicht bekommt. Moderiert und begleitet wird das Ganze von herausragenden deutschen Filmressigeuren/innen wie Wim Wenders, Maria Schrader und Nicolette Krebitz. Wer sich also auf die große Reise begeben will, findet das Programmheft hier und alle weiteren Informationen auf der Website. Also gute Reise und bis bald.

Info:

around the world in 14. films
indipendent filmfestival berlin
27 nov 09 - 05 dez 09


Freitag, 13. November 2009

Performance - allgirls - Berlin Kreuzberg


IT SWUNG BACK AND FORTH, BACK AND FORTH UNTIL FOREVER.
THEN IT STOPPED AND IT HOWLED ENDLESSLY.
– DAVE ALLEN

Die Wiederholung einer schönen Performance gibt es Morgen, anlässlich zur Finissage der Ausstellung in der Galerie allgirls in Berlin Kreuzberg zu sehen. In einem Raum werden für etwa 15 Minuten 4 von der Decke hängende Gitarren in Schwingung versetzt. Jedesmal, wenn sie den Verstärker passieren, werden sie Rückkopplungsgeräusche produzieren. Die Dauer des Stückes entspricht dem Zeitraum des Schwingens. Ich finde schon das Bild der Gitarren ganz großartig und stelle mir das in der kleinen Galerie in der Brückenstr. 15a wunderschön vor.

Info

allgirls
finissage: samstag, 14. november 19-21 uhr
performance: 20 Uhr - dauer circa 15 minuten.

brückenstr. 15a
10179 berlin
u-heinrich-heine-str.
s-jannowitzbrücke
www.allgirls-berlin.org

Mittwoch, 11. November 2009

Soulages - Centre Pompidou


Selten hat mich eine Farbe so in den Bann gezogen, oder sollte man vielmehr sagen keine Farbe? Pierre Soulage ist bekannt als "Maler von Schwarz und Licht" und wird derzeit im Centre Pompidou Paris ausgestellt. Eine Ausstellung die so überwältigend und ergreifend ist, dass man von einem großen, mächtigen Gefühl der Klarheit ergriffen wird. Mit unterschiedlichem Farbauftrag kreiert der 80 jährige französische Künstler großformatige Bilder, die sich, obwohl sie alle schwarz sind, doch voneinander unterscheiden, wie Tag und Nacht. In der Ausstellung, die noch bis zum 08. März 2010 läuft, werden Bilder aus der Zeit von 1946 bis heute gezeigt. Es ist beeidruckend, wie sich jemand sein Leben lang auf eine Farbe beschränken kann, ohne langweilig zu werden. Eine unfassbare Kraft, die man nicht mehr vergisst.


"Pourquoi le noir? La seule Réponse, incluant les raisons ignorées, tapies au plus obscur de nous-mêmes et des pouvoirs de la peinture c'est: PARCE QUE." Pierre Soulages


"Why black? The only answer, which covers the unknown reasons that lurk in the obscurest regions of ourselves and of the powers of painting, is: BECAUSE." Pierre Soulages
1986

© Pierre Soulages

Info:
soulages
24 oct 09 - 08 mar 10
centre pompidou paris

Interieur

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